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Ergotherapeutin

13
Jul

Exakt – Es ist mein Recht

Exakt – Die Story

Warum Menschen mit Behinderungen darum kämpfen müssen (Eine Dokumentation des MDR)

Es ist mein Recht!

„exakt – Die Story“ zeigt Menschen, die in Deutschland noch immer an ihre Grenzen stoßen – weil sie behindert sind. Und das, obwohl es seit fast zehn Jahren klare Richtlinien gibt: die UN-Behindertenrechtskonvention.

Film von Ria Weber

Sie war eine echte Revolution: Die Behindertenrechts-Konvention der Vereinten Nationen sichert Menschen mit Behinderungen vollkommen gleiche Rechte wie Nichtbehinderten zu. 2006 wurde sie verabschiedet, zwei Jahre später trat sie in 173 Ländern in Kraft.

Seitdem können Betroffene gegen Sozialämter klagen, die versuchen, sie aus Kostengründen ins Pflegeheim abzuschieben oder sich wehren, wenn ihnen der Wunsch nach einem Kind, einer Familie verwehrt wird. Sie bekommen durch die Konvention einen besseren Zugang zu Ausbildungs- und Studienplätzen, zum ersten Arbeitsmarkt – kurz, zum gesamten gesellschaftlichen Leben. Soweit die Theorie.

Wollen sie ihre Rechte aber durchsetzen, stoßen sie noch immer an Grenzen. Die Aktivistin Dr. Sigrid Arnade hat bei der Erarbeitung der Konvention in New York mitgewirkt und stellt Deutschland ein schlechtes Zeugnis aus: Als eines der reichsten Länder stehe es noch ziemlich am Anfang. Die Politik bewege sich viel zu wenig, und das Sozialleistungssystem sei auf die neuen Ansprüche noch nicht eingestellt – fast zehn Jahre später, wohlgemerkt.

Derzeit ist jeder neunte Deutsche schwer behindert. Durch Unfälle oder Erkrankungen kommen jährlich weitere 170.000 Betroffene dazu. Jeden kann es treffen, und was dann?

Autorin Ria Weber suchte nach Antworten auf diese Fragen und fand unglaubliche Geschichten: Von einem Juristen mit Seh- und Hörbehinderung, der jahrelang darum kämpft, seine Staatsexamen abzulegen. Von einer Hochschuldozentin mit spinaler Muskelatrophie, die ein Sozialamt kurz nach ihrer Heirat aus Kostengründen ins Heim zwingen wollte.

Doch der Film zeigt auch: Die UN-Konvention läuft nicht ins Leere. Sie hat das Selbstbewusstsein der Menschen mit Behinderungen deutlich gestärkt und sie hat die Sozialleistungsträger für das Thema stärker sensibilisiert. Da gibt es das Beispiel einer jungen Frau mit geistiger Behinderung, die bei ihrem Wunsch nach einem Kind und Familie volle Unterstützung von allen Seiten erfährt.

Die Dokumentation zum Thema gibt es hier

(Quelle: www.mdr.de)

1
Mai

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