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Oftmals lohnt es sich erstmal den Handtherapeuten aufzusuchen anstatt gleich das Messer anzusetzen!

Karpaltunnelsyndrom – Manuelle Therapie vs. Operation

Der spanische Physiotherapeut Fernández-de-Las-Peñas untersuchte mit seiner Forschergruppe von Februar 2013 bis Januar 2014 die Effekte von Physiotherapie (n = 60) und operativer Therapie (n = 60) bei Patientinnen mit Karpaltunnelsyndrom.

Erfahrene Therapeuten führten die Desensibilisierungsmanöver in Form von Weichteilmobilisationen, Nervengleittechniken und Mobilisationen im Nervenverlauf (Mm. scaleni, M. pectoralis minor, Bicipital-Aponeurose, M. pronator teres, Lig. carpi transversum, Palmaraponeurose) während der 30-minütigen wöchentlichen Therapie in maximal drei Sitzungen durch. Die andere Gruppe erhielt eine operative Dekompression oder eine Karpalbandspaltung.

Beide Gruppen wurden zu Therapiebeginn sowie nach einem, drei, sechs und zwölf Monaten von einem unabhängigen Untersucher hinsichtlich Schmerzintensität mit durchschnittlicher Schmerzstärke und maximalem Schmerz, Funktionsstatus, Symptomstärke sowie subjektiven Symptomverbesserungen untersucht. Nach einem und drei Monaten hatte die Physiotherapiegruppe weniger Schmerzen und bessere Funktionen.

Nach sechs und zwölf Monaten gab es dagegen keine Gruppenunterschiede mehr, beide Gruppen hatten sich ähnlich gut verbessert. Die Autoren schlussfolgern, dass die Patientinnen mit beiden Therapien gleich gute Ergebnisse erzielen können, wobei Physiotherapie der Operation kurzfristig sogar überlegen ist.

[Quelle: Akademie für Handrehabilitation]